Was bleibt, ist nicht die Stille, sondern jedes Wort, das er gesagt hat, und das wir noch hören, wenn niemand spricht.
Hier geschriebenForm: freier VersTon: tröstend
Für Trauerkarten und Traueranzeigen. Kein Trost, der etwas verspricht, das niemand halten kann.
20 Texte auf dieser Seite
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Was bleibt, ist nicht die Stille, sondern jedes Wort, das er gesagt hat, und das wir noch hören, wenn niemand spricht.
Hier geschriebenForm: freier VersTon: tröstend
Wir haben keine Worte, die das kleiner machen. Wir haben nur die Zeit, die wir mit ihr hatten, und die nimmt uns niemand.
Hier geschriebenForm: kurzer ProsatextTon: tröstend
Ein Leben endet. Ein Vermissen fängt an. Dazwischen liegt alles, wofür wir dankbar sind.
Hier geschriebenForm: freier VersTon: besinnlich
In Gedanken bei euch – heute und an all den Tagen danach, an die gerade niemand denkt.
Hier geschriebenForm: EinzeilerTon: tröstend
Es gibt keinen richtigen Satz für diesen Tag. Es gibt nur Menschen, die bleiben. Wir bleiben.
Hier geschriebenForm: kurzer ProsatextTon: tröstend
Was ein Mensch war, hört nicht auf, weil er aufhört. Es wandert weiter in allen, die ihn kannten.
Hier geschriebenForm: freier VersTon: besinnlich
Wir trauern mit euch.
Hier geschriebenForm: EinzeilerTon: schlicht
Nicht die Jahre zählen jetzt, sondern was in ihnen war. Und davon war so viel, dass es für lange reicht.
Hier geschriebenForm: VierzeilerTon: tröstend
Ihr müsst heute nichts können. Nicht stark sein, nicht antworten, nicht danken. Meldet euch, wenn ihr so weit seid – wir sind da.
Hier geschriebenForm: kurzer ProsatextTon: tröstend
Ein Platz bleibt leer, und er bleibt seiner.
Hier geschriebenForm: ZweizeilerTon: schlicht
Mögest du geborgen sein, wo immer du jetzt bist, und mögen die, die dich vermissen, Trost finden.
Hier geschriebenForm: SegenswunschTon: tröstend
Sie hat gelacht, wie man selten lacht, und gearbeitet, wie man selten arbeitet, und geliebt, ohne viel davon zu reden. Das war sie. Das bleibt sie.
Hier geschriebenForm: kurzer ProsatextTon: besinnlich
Trauer ist die Rechnung, die die Liebe am Ende stellt. Sie fällt so hoch aus, weil so viel da war.
Hier geschriebenForm: VierzeilerTon: besinnlich
Wir denken an ihn. Oft und gern, und noch lange.
Hier geschriebenForm: EinzeilerTon: schlicht
Der Weg ist plötzlich still. Geht ihn langsam. Es eilt nichts mehr, und niemand schaut zu.
Hier geschriebenForm: freier VersTon: tröstend
Gott gebe ihr die Ruhe, die sie sich verdient hat, und euch die Kraft für die Tage, die jetzt kommen.
Hier geschriebenForm: SegenswunschTon: tröstend
Man verliert einen Menschen nicht an einem Tag. Man verliert ihn an tausend kleinen Stellen, an denen er sonst gewesen wäre. Wir wissen das, und wir bleiben in der Nähe.
Hier geschriebenForm: kurzer ProsatextTon: tröstend
Danke für alles. Wirklich für alles.
Hier geschriebenForm: ZweizeilerTon: schlicht
Sie fehlt an jedem Tisch, an dem sie gesessen hat, und das sind viele.
Hier geschriebenForm: freier VersTon: tröstend
Wir wissen nicht, was wir sagen sollen, und schreiben trotzdem. Weil Schweigen sich falscher anfühlt als ein ungeschickter Satz.
Hier geschriebenForm: kurzer ProsatextTon: tröstend
Eine Trauerkarte zu schreiben ist die schwerste Schreibaufgabe, die den meisten Menschen im Leben gestellt wird, und fast niemand hat dafür geübt. Man will etwas Richtiges sagen und hat Angst, etwas Falsches zu sagen — und diese Angst führt regelmäßig dazu, dass gar nichts geschrieben wird. Von allen möglichen Fehlern ist das der einzige, den die Hinterbliebenen wirklich bemerken.
Für die Texte auf dieser Seite gilt eine Regel, die wir vorher aufgeschrieben und dann eingehalten haben: Keiner von ihnen verspricht etwas. Kein Wiedersehen, kein besserer Ort, kein «alles hat seinen Sinn», keine Aufforderung, stark zu sein. Wer eine Karte schreibt, weiß in aller Regel nicht, was die trauernde Familie glaubt, und ein Text, der es voraussetzt, macht die Karte schlechter als eine leere. Was bleibt, ist das, was ein Außenstehender ehrlich sagen kann: dass es diesen Menschen gab, dass der Verlust wirklich ist und dass man in der Nähe bleibt.
Religiöse Formulierungen sind damit nicht ausgeschlossen — eine Trauerkarte geht oft an eine gläubige Familie, und dann ist ein Segenswunsch das Passende. Sie sind hier aber an ihrer eigenen Sprache erkennbar und nicht untergemischt, sodass Sie sie bewusst wählen oder bewusst übergehen können.
Zur Länge: Für eine Traueranzeige und für die Innenseite einer Karte braucht man unterschiedliche Texte. In einer Anzeige steht der Spruch allein und trägt die ganze Seite; in einer Karte steht er über einem handgeschriebenen Absatz und darf ihm nicht die Luft nehmen. Auf dieser Seite stehen deshalb Einzeiler und Zweizeiler neben den längeren Formen. Der kürzeste Text hier besteht aus drei Wörtern, und er ist für manche Karten der beste.
Was auf einer Trauerkarte fast immer besser wirkt als jeder Spruch: ein konkreter Satz über die verstorbene Person. Etwas, das sie gesagt hat, etwas, das sie gut konnte, eine Gewohnheit, über die alle gelacht haben. Wenn Sie einen solchen Satz haben, nehmen Sie ihn und benutzen Sie einen Text von hier nur als Rahmen darum. Die Texte sind so geschrieben, dass das geht.
Zur Anrede: «Wir trauern mit euch» und «Ich denke an Sie» sind beide richtig, aber nicht in derselben Karte. Prüfen Sie vor dem Abschreiben, ob der Text in der Einzahl oder Mehrzahl steht und ob er duzt oder siezt — das ist der häufigste Fehler beim Übernehmen eines fremden Spruchs und der einzige, den die Empfänger sofort sehen.
Zwei praktische Fragen, die vor dem Schreiben zu klären sind und die keine Spruchsammlung beantworten kann. Die erste: Geht die Karte an eine Person oder an eine Familie? Ein Text in der Einzahl auf einer Karte, die die Witwe zusammen mit ihren Kindern öffnet, klingt, als hätte man nur an eine von ihnen gedacht. Die zweite: Wie nah standen Sie der verstorbenen Person wirklich? Eine Karte von der Nachbarin darf kürzer sein als eine von der besten Freundin, und sie sollte es auch — ein Text, der mehr Nähe behauptet, als da war, wird beim Lesen sofort erkannt.
Zur Traueranzeige eine Besonderheit, die viele überrascht: Der Spruch steht dort meist ganz oben, über den Namen, und wird von Menschen gelesen, die die verstorbene Person nicht kannten. Er muss also für sich allein funktionieren, ohne Kontext, in einer Zeitung zwischen anderen Anzeigen. Das spricht für die kürzesten Texte auf dieser Seite und gegen die längeren. In der Karte ist es umgekehrt: Dort steht der Spruch neben Ihrer Handschrift und darf ihr Raum lassen.
Jeder Text auf dieser Seite wurde für diese Seite geschrieben. Nichts davon ist aus einem Buch, von einer anderen Website oder aus einer Zitatesammlung übernommen, und unter keinem Text steht ein berühmter Name. Das ist eine bewusste Entscheidung: Sprüche mit Autorennamen kursieren im deutschsprachigen Netz zu Tausenden, oft falsch zugeordnet und fast immer ohne Quelle — und wo die Zuordnung stimmt, ist die deutsche Übersetzung häufig selbst noch geschützt. Wir schreiben lieber selbst und sagen dazu, dass wir es tun.
Die Texte auf dieser Seite sind in folgenden Formen geschrieben: Einzeiler — Ein einziger Satz, ungereimt. Für den kleinen Raum unter einem Foto oder über einer Unterschrift. Zweizeiler — Zwei gereimte Zeilen. Kurz genug für eine Karte, in die schon ein Name eingetragen ist. Vierzeiler — Vier gereimte Zeilen. Die klassische Kartenform: zwei Zeilen stellen etwas hin, zwei lösen es auf. kurzer Prosatext — Zwei bis vier ungereimte Sätze. Wenn ein Reim zu leicht klingen würde, aber ein Satz zu wenig ist. freier Vers — Zeilen mit Rhythmus, aber ohne Reimzwang. Näher am Sprechen als am Gedicht. Segenswunsch — Ein Wunsch, an eine Person gerichtet. Beginnt bei der beschenkten Person, nicht bei der schreibenden.
Der Ton reicht von tröstend (Für Trauer und Krankheit. Verspricht nichts, was niemand versprechen kann.), besinnlich (Ruhig, mit einem Gedanken darin, den man einen Moment stehen lässt.) bis schlicht (So wenig Worte wie möglich. Für Karten, auf denen schon viel steht.).
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