Du musst noch nicht wissen, wohin. Du musst nur wissen, dass du selbst gehst.
Hier geschriebenForm: EinzeilerTon: besinnlich
Texte, die eine vierzehnjährige Person auch wirklich lesen mag — kurz, klar, ohne Belehrung.
20 Texte auf dieser Seite
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Du musst noch nicht wissen, wohin. Du musst nur wissen, dass du selbst gehst.
Hier geschriebenForm: EinzeilerTon: besinnlich
Heute sagen dir alle, dass ein Abschnitt beginnt. Stimmt sogar – nur merkt man es erst später.
Hier geschriebenForm: VierzeilerTon: humorvoll
Mögest du glauben, was du selbst geprüft hast, und zweifeln dürfen, ohne dass jemand böse wird.
Hier geschriebenForm: SegenswunschTon: besinnlich
Alles Gute zur Konfirmation.
Hier geschriebenForm: EinzeilerTon: schlicht
Es werden dir viele Menschen erklären, was richtig ist. Hör dir das an. Und dann entscheide.
Hier geschriebenForm: kurzer ProsatextTon: besinnlich
Ein Wort für heute: Bleib. Ein Wort für morgen: Geh.
Hier geschriebenForm: VierzeilerTon: feierlich
Mut ist nicht, keine Angst zu haben. Mut ist, trotzdem loszugehen.
Hier geschriebenForm: VierzeilerTon: besinnlich
Wir sind stolz auf dich – und zwar nicht wegen heute, sondern seit Längerem.
Hier geschriebenForm: EinzeilerTon: herzlich
Möge dir Zweifel erlaubt sein, Neugier selbstverständlich und Anstand nie zu teuer.
Hier geschriebenForm: SegenswunschTon: feierlich
Von heute an wirst du gefragt, was du denkst. Überleg dir was.
Hier geschriebenForm: VierzeilerTon: humorvoll
Das Wichtigste, was du in den nächsten Jahren lernst, steht in keinem Buch und wird nicht abgefragt. Du wirst schon merken, was gemeint ist.
Hier geschriebenForm: kurzer ProsatextTon: besinnlich
Steh, wo du stehst, auch wenn keiner mitsteht.
Hier geschriebenForm: ZweizeilerTon: feierlich
Alles Liebe zu deinem großen Tag, und ein bisschen Geld ist auch dabei.
Hier geschriebenForm: EinzeilerTon: humorvoll
Mögest du Menschen finden, bei denen du nichts sein musst, was du nicht bist.
Hier geschriebenForm: SegenswunschTon: herzlich
Man wird nicht erwachsen, weil ein Datum das sagt. Man wird es irgendwann, an einem ganz normalen Dienstag.
Hier geschriebenForm: freier VersTon: besinnlich
Frag weiter.
Hier geschriebenForm: EinzeilerTon: schlicht
Ein Segen für den Weg: gute Freunde, feste Schuhe, und Zeit für beides.
Hier geschriebenForm: freier VersTon: feierlich
Es gibt Tage, an denen die halbe Verwandtschaft in einem Raum sitzt und dich anschaut. Halte durch. Danach gehört der Tag dir.
Hier geschriebenForm: kurzer ProsatextTon: humorvoll
Möge dein Ja ein Ja bleiben und dein Nein ein Nein, auch wenn beides unbequem wird.
Hier geschriebenForm: SegenswunschTon: feierlich
Herzlichen Glückwunsch – von Leuten, die dich kennen, seit du nicht mal bis drei zählen konntest.
Hier geschriebenForm: VierzeilerTon: herzlich
Die Person, die diese Karte aufmacht, ist vierzehn. Das ist die ganze Schwierigkeit dieses Anlasses, und die meisten Konfirmationssprüche lösen sie falsch. Sie sind entweder so feierlich, dass ein Vierzehnjähriger sie überblättert, oder so betont jugendlich, dass er sich veralbert vorkommt. Beides merkt er sofort, und beides ist schlimmer, als nichts zu schreiben.
Die Texte hier sind an die konfirmierte Person gerichtet und nicht an die Erwachsenen, die im Raum sitzen. Sie behandeln sie als jemanden, der zuhören kann, ohne sie für erwachsen zu erklären — denn das ist sie nicht, und dieser Tag ändert daran auch nichts. Was der Tag markiert, ist etwas Kleineres und Genaueres: dass ab jetzt öfter gefragt wird, was sie denkt.
Wie auf den anderen kirchlichen Seiten steht hier kein Bibelvers. Die deutschen Bibelübersetzungen sind geschützte Werke mit lebenden Rechteinhabern, und wer sie ohne Lizenz abdruckt, tut das auf gut Glück. Der Konfirmationsspruch im eigentlichen Sinn — der Vers, der bei der Einsegnung gesprochen wird — kommt ohnehin von der Gemeinde und nicht aus dem Internet. Was hier steht, ist das andere: der Text für die Karte, die daneben liegt.
Ein Wort zum Geld, weil es zu diesem Anlass gehört und alle so tun, als gehörte es nicht dazu: Zur Konfirmation wird geschenkt, oft bar, und die Karte ist die Verpackung. Ein Text, der das mit einem Augenzwinkern zugibt, ist ehrlicher als einer, der so tut, als wäre die Karte die Hauptsache. Ein paar davon stehen hier.
Was auf dieser Karte besonders gut funktioniert, ist eine Erinnerung. Sie kennen diese Person seit sie klein war; die meisten anderen Gäste auch. Ein Satz, der das zeigt — «wir kennen dich, seit du nicht bis drei zählen konntest» — schlägt jede allgemeine Weisheit, weil er nur von Ihnen kommen kann.
Und der häufigste Fehler beim Übernehmen: die Anrede. Viele Konfirmationstexte im Netz stehen in der dritten Person, weil sie für Zeitungsanzeigen geschrieben wurden. In einer Karte wirkt das kalt. Alle Texte auf dieser Seite sprechen die Person direkt an.
Zur Geldfrage noch ein praktischer Punkt, der über die Karte entscheidet: Wenn ein Umschlag in der Karte liegt, wird der Text als Beiwerk gelesen, und ein sehr langer Text wirkt dann, als solle er von der Summe ablenken. Kurz ist hier fast immer besser. Wenn Sie kein Geld schenken, ist es umgekehrt — dann ist der Text das Geschenk und darf mehr Raum bekommen. Das ist einer der wenigen Fälle, in denen die richtige Länge eines Spruchs davon abhängt, was sonst noch in dem Umschlag steckt.
Für Patinnen und Paten gilt bei der Konfirmation etwas anderes als bei der Taufe. Bei der Taufe haben Sie einem Säugling etwas gewünscht; hier sitzt Ihnen ein Mensch gegenüber, der lesen kann, was Sie damals geschrieben haben, und der es unter Umständen sogar noch besitzt. Ein Text, der die Verbindung zwischen den beiden Tagen herstellt, ist auf dieser Karte der stärkste, den es gibt — und er lässt sich nicht kaufen und nicht abschreiben. Nehmen Sie einen kurzen Text von hier und schreiben Sie diesen einen Satz selbst dazu.
Jeder Text auf dieser Seite wurde für diese Seite geschrieben. Nichts davon ist aus einem Buch, von einer anderen Website oder aus einer Zitatesammlung übernommen, und unter keinem Text steht ein berühmter Name. Das ist eine bewusste Entscheidung: Sprüche mit Autorennamen kursieren im deutschsprachigen Netz zu Tausenden, oft falsch zugeordnet und fast immer ohne Quelle — und wo die Zuordnung stimmt, ist die deutsche Übersetzung häufig selbst noch geschützt. Wir schreiben lieber selbst und sagen dazu, dass wir es tun.
Die Texte auf dieser Seite sind in folgenden Formen geschrieben: Einzeiler — Ein einziger Satz, ungereimt. Für den kleinen Raum unter einem Foto oder über einer Unterschrift. Zweizeiler — Zwei gereimte Zeilen. Kurz genug für eine Karte, in die schon ein Name eingetragen ist. Vierzeiler — Vier gereimte Zeilen. Die klassische Kartenform: zwei Zeilen stellen etwas hin, zwei lösen es auf. kurzer Prosatext — Zwei bis vier ungereimte Sätze. Wenn ein Reim zu leicht klingen würde, aber ein Satz zu wenig ist. freier Vers — Zeilen mit Rhythmus, aber ohne Reimzwang. Näher am Sprechen als am Gedicht. Segenswunsch — Ein Wunsch, an eine Person gerichtet. Beginnt bei der beschenkten Person, nicht bei der schreibenden.
Der Ton reicht von besinnlich (Ruhig, mit einem Gedanken darin, den man einen Moment stehen lässt.), feierlich (Gehoben, ohne steif zu werden. Für die Anlässe, die man einmal im Leben hat.), humorvoll (Freundlich komisch. Lacht mit der beschenkten Person, nie über sie.), herzlich (Warm und direkt. Sagt die Sache, ohne sie zu schmücken.) bis schlicht (So wenig Worte wie möglich. Für Karten, auf denen schon viel steht.).
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