Ein Jahr ist kein Weg. Es ist ein Raum, aus dem man geht, ohne die Tür zu schließen.
Hier geschriebenForm: VierzeilerTon: besinnlich
Der einunddreißigste und der erste sind zwei Daten und eine Karte — hier stehen die Texte, die zu beiden passen.
22 Texte auf dieser Seite
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Ein Jahr ist kein Weg. Es ist ein Raum, aus dem man geht, ohne die Tür zu schließen.
Hier geschriebenForm: VierzeilerTon: besinnlich
Um Mitternacht ändert sich nichts. Am nächsten Morgen manchmal doch.
Hier geschriebenForm: kurzer ProsatextTon: besinnlich
Guten Rutsch.
Hier geschriebenForm: EinzeilerTon: schlicht
Das Alte geht, das Neue kommt, und dazwischen steht man kurz still.
Hier geschriebenForm: VierzeilerTon: besinnlich
Vorsätze halten bis zum dritten Januar. Das ist kein Versagen, das ist der Kalender.
Hier geschriebenForm: kurzer ProsatextTon: humorvoll
Zwölf Monate, von denen man vier vergisst, sechs übersteht und zwei behält.
Hier geschriebenForm: VierzeilerTon: besinnlich
Auf ein Jahr, in dem weniger schiefgeht als befürchtet.
Hier geschriebenForm: freier VersTon: herzlich
Das Jahr war nicht gut und nicht schlecht. Es war voll. Das nächste darf ruhig etwas leerer sein.
Hier geschriebenForm: kurzer ProsatextTon: besinnlich
Alles Gute für das neue Jahr.
Hier geschriebenForm: EinzeilerTon: schlicht
Man nimmt sich zwölf Dinge vor und schafft eines. Das eine zählt.
Hier geschriebenForm: freier VersTon: herzlich
Ein neues Jahr ist kein leeres Blatt. Es ist dasselbe Blatt, umgedreht.
Hier geschriebenForm: kurzer ProsatextTon: besinnlich
Prost auf die, die dieses Jahr geblieben sind.
Hier geschriebenForm: ZweizeilerTon: herzlich
Das Feuerwerk ist laut, weil das Jahr leise war.
Hier geschriebenForm: ZweizeilerTon: besinnlich
Wer um Mitternacht keinen Vorsatz hat, hat schon einen: so weitermachen. Manchmal ist das der beste.
Hier geschriebenForm: kurzer ProsatextTon: humorvoll
Auf ein gutes neues Jahr – und auf die Geduld, bis es eines wird.
Hier geschriebenForm: freier VersTon: herzlich
Ein Jahr geht zu Ende, und niemand fragt, ob wir fertig sind.
Hier geschriebenForm: freier VersTon: besinnlich
Für manche war dieses Jahr schwer. Auch für die geht es weiter, nur langsamer. Auch das ist ein neues Jahr.
Hier geschriebenForm: kurzer ProsatextTon: tröstend
Kein Rückblick. Kein Vorsatz. Nur der erste Morgen, an dem nichts nachzuholen ist.
Hier geschriebenForm: VierzeilerTon: schlicht
Man zählt rückwärts von zehn und weiß nicht, worauf. Das ist der schönste Teil des Abends.
Hier geschriebenForm: kurzer ProsatextTon: besinnlich
Möge das neue Jahr euch früh zeigen, worauf es hinauswill.
Hier geschriebenForm: SegenswunschTon: feierlich
Guten Rutsch, und schlaft aus.
Hier geschriebenForm: EinzeilerTon: humorvoll
Das Jahr ist um. Es bleibt, was man behalten hat, und das ist meistens mehr, als man denkt.
Hier geschriebenForm: VierzeilerTon: besinnlich
Bilder zum Jahreswechsel — zum Verschicken statt zum Abschreiben — stehen auf unserer Schwesterseite: Silvester- und Neujahrsbilder auf tagesgruss.de
Silvester und Neujahr sind zwei Tage und ein Anlass. Niemand schickt derselben Person eine Silvesterkarte und danach noch eine Neujahrskarte, und die deutsche Redewendung fasst beides in einem Satz zusammen: Ein guter Rutsch ins neue Jahr handelt vom Abend und vom Jahr zugleich. Deshalb gibt es hier eine Seite für den Anlass und nicht zwei, die sich gegenseitig wiederholen würden.
Innerhalb dieses einen Anlasses trennen sich die Wörter allerdings sehr deutlich, und das ist der interessanteste Befund dieser Seite. Wir haben beide Seiten des Datums einzeln nachgeschlagen: «Silvestergrüße» wird rund dreiunddreißigtausend Mal im Monat gesucht, «Silvesterwünsche» knapp zweitausend — ein Verhältnis von siebzehn zu eins. Bei Neujahr dreht es sich um: «Neujahrswünsche» siebenundzwanzigtausend gegen «Neujahrsgrüße» knapp fünfzehntausend. Man grüßt über den Jahreswechsel hinweg, und man wünscht in ein Jahr hinein. Die Sprache ist da genauer, als man denkt.
Eine zweite Trennung liegt quer dazu, und sie entscheidet, was auf dieser Website steht und was nicht: Wer «Silvestergrüße» eingibt, sucht meistens ein fertiges Bild zum Verschicken, nicht Worte zum Abschreiben. Wir haben nachgesehen, was auf der ersten Ergebnisseite zu diesen Wörtern angeboten wird, und es sind ganz überwiegend Kartenshops, Grafikwerkzeuge und Pinterest. Deshalb stehen die Bilder auf unserer Schwesterseite und die Worte hier, und deshalb nennen die Seiten hier nicht die großen Zahlen, sondern die kleineren, die tatsächlich zu ihnen gehören.
Auf dieser Seite steht die dritte Sorte: der Spruch. Ein Spruch zum Jahreswechsel gehört keiner Seite von Mitternacht an. Er ist ein Satz über die Zeit, den man abschreiben kann, ohne ihn an jemanden zu richten — in eine Karte, unter ein Foto, in ein Album, an das Ende einer längeren Nachricht. Die Grüße und die Wünsche stehen auf eigenen Seiten, weil sie andere Sätze sind; sie sind unten verlinkt.
Das Genre hat eine Falle, und sie heißt Vorsatz. Es gibt sehr viele Texte, die dem Lesenden am ersten Januar erklären, dass er nun endlich etwas ändern solle. Auf einer Karte ist das eine Zumutung, weil es die schreibende Person über die lesende stellt. Was funktioniert, ist der umgekehrte Ton: dass man zwölf Dinge vorhat und eines schafft, und dass das eine zählt. Mehrere Texte hier gehen so vor.
Ein zweiter Klassiker, den Sie hier nicht finden, ist der große Rückblick. Ein Jahr lässt sich in vier Zeilen nicht zusammenfassen, und der Versuch endet regelmäßig bei Sätzen, die für jedes Jahr seit 1950 gelten würden. Die besinnlichen Texte auf dieser Seite bleiben deshalb bei dem, was an diesem einen Abend tatsächlich passiert: dass rückwärts gezählt wird, dass es laut ist, dass danach ein Morgen kommt, an dem nichts nachzuholen ist.
Zum Verschicken: Ein Silvesterspruch geht zwischen dem achtundzwanzigsten und dem einunddreißigsten raus, ein Neujahrsspruch bis etwa zum sechsten Januar. Danach wirkt er nachgereicht. Die Karte zwischen den Jahren hat dabei einen Vorteil, den kaum jemand nutzt: Sie kommt an, wenn der Stapel abgearbeitet ist und die Post wieder einzeln gelesen wird. Wer die Weihnachtspost verpasst hat, ist zu Silvester nicht zu spät, sondern gerade richtig.
Für Menschen, die ein schweres Jahr hatten, ist der Jahreswechsel der unangenehmste Termin im Kalender, weil überall Bilanz gezogen wird. Ein Text, der dann funktioniert, verspricht nicht, dass das nächste Jahr besser wird. Er stellt fest, dass es weitergeht, und lässt offen, wie schnell. Ein Text auf dieser Seite ist ausdrücklich dafür geschrieben und steht unter dem Ton «tröstend».
Warum diese Seite klein ist: «Silvestersprüche» und «Neujahrssprüche» werden zusammen einige tausend Mal im Monat gesucht — deutlich weniger als die Grüße und die Wünsche daneben, und ungefähr so oft wie die Sprüche zur Taufe, die es hier ebenfalls gibt. Wir haben sie trotzdem geschrieben, weil sie eine eigene Textsorte ist. Eine Seite, die es nur wegen ihrer Größe gibt, ist keine Seite, sondern eine Rubrik.
Jeder Text auf dieser Seite wurde für diese Seite geschrieben. Nichts davon ist aus einem Buch, von einer anderen Website oder aus einer Zitatesammlung übernommen, und unter keinem Text steht ein berühmter Name. Das ist eine bewusste Entscheidung: Sprüche mit Autorennamen kursieren im deutschsprachigen Netz zu Tausenden, oft falsch zugeordnet und fast immer ohne Quelle — und wo die Zuordnung stimmt, ist die deutsche Übersetzung häufig selbst noch geschützt. Wir schreiben lieber selbst und sagen dazu, dass wir es tun.
Die Texte auf dieser Seite sind in folgenden Formen geschrieben: Einzeiler — Ein einziger Satz, ungereimt. Für den kleinen Raum unter einem Foto oder über einer Unterschrift. Zweizeiler — Zwei gereimte Zeilen. Kurz genug für eine Karte, in die schon ein Name eingetragen ist. Vierzeiler — Vier gereimte Zeilen. Die klassische Kartenform: zwei Zeilen stellen etwas hin, zwei lösen es auf. kurzer Prosatext — Zwei bis vier ungereimte Sätze. Wenn ein Reim zu leicht klingen würde, aber ein Satz zu wenig ist. freier Vers — Zeilen mit Rhythmus, aber ohne Reimzwang. Näher am Sprechen als am Gedicht. Segenswunsch — Ein Wunsch, an eine Person gerichtet. Beginnt bei der beschenkten Person, nicht bei der schreibenden.
Der Ton reicht von besinnlich (Ruhig, mit einem Gedanken darin, den man einen Moment stehen lässt.), herzlich (Warm und direkt. Sagt die Sache, ohne sie zu schmücken.), schlicht (So wenig Worte wie möglich. Für Karten, auf denen schon viel steht.), humorvoll (Freundlich komisch. Lacht mit der beschenkten Person, nie über sie.), feierlich (Gehoben, ohne steif zu werden. Für die Anlässe, die man einmal im Leben hat.) bis tröstend (Für Trauer und Krankheit. Verspricht nichts, was niemand versprechen kann.).
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